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Geschichte & Förderung

Mehrgenerationenhäuser sind keine Erfindung der Neuzeit — aber ihre organisierte Form in Deutschland ist vergleichsweise jung. Die Wurzeln liegen in den Nachbarschaftshäusern und Gemeinschaftszentren des 20. Jahrhunderts, die in Städten entstanden, um Menschen zusammenzubringen und soziale Unterstützung zu bieten.

Den entscheidenden Schub brachte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ab 2006 startete das erste bundesweite Aktionsprogramm „Mehrgenerationenhäuser“, das 500 Häuser in ganz Deutschland förderte. Ziel war es, dezentrale Begegnungsorte zu schaffen, die offen für alle Generationen sind und niedrigschwellige Unterstützung im Alltag bieten.

Was ist ein Mehrgenerationenhaus? Wie finanziert sich ein Mehrgenerationenhaus?

Das Programm war ein Erfolg. Die Nachfrage übertraf die Erwartungen, die gesellschaftliche Resonanz war groß. 2012 folgte das zweite Aktionsprogramm, das die Häuser stärker auf die Herausforderungen des demografischen Wandels ausrichtete — Stichwort alternde Gesellschaft, Vereinsamung, Integration.

Wie werden MGHs heute finanziert?

Die Finanzierung ist ein Flickenteppich aus verschiedenen Quellen. Bundesförderung, Landesmittel, kommunale Zuschüsse, Eigenmittel der Träger und Spendengelder fließen zusammen. Hinzu kommen Einnahmen aus Kursen, Raumvermietung oder dem Café-Betrieb.

Diese Vielfalt der Finanzquellen ist einerseits eine Stärke — kein MGH ist von einer einzigen Quelle abhängig. Andererseits bedeutet es für die Mitarbeiter einen erheblichen Verwaltungsaufwand. Förderanträge, Verwendungsnachweise, Berichte — das kostet Zeit, die eigentlich den Menschen zugutekommen sollte.

Heute gibt es in Deutschland über 450 Mehrgenerationenhäuser. Sie sind in Großstädten ebenso vertreten wie in ländlichen Regionen. Gemeinsam ist ihnen der Anspruch: ein offener Ort für alle, getragen von hauptamtlichem Engagement und dem freiwilligen Einsatz vieler Menschen.

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